Enge Einfahrt

WAKATOBI Teil 3 von 3: auf der Insel Tomia

Um nach Tomia zu kommen müssen wir erst mal einen Tag lang gegen den Wind aufkreuzen. Aber das Wetter ist gut, die Wellen vertretbar und der Wind angenehm, nicht zu stark und nicht zu schwach. Vor der Einfahrt in die Lagune auf Tomia haben wir aber ordentlichen Respekt. Es handelt sich um einen schmalen Pass durchs Riff, der nur ca 8m breit ist, in dem Seitenwind herrscht und nur bei Hochwasser von uns befahren werden kann. Wir haben selbst bei Hochwasser nur weniger als 1m Wasser unterm Kiel. Der Gezeitenunterschied beträgt etwas über 2m. Wenn man die Sonne im Rücken hat, dann sieht man immerhin das Riff ganz gut und glücklicherweise sind einige unserer Freunde vor Ort, die einerseits den Pass gut ausgekundschaftet haben und uns auch Dinghy Geleitschutz bei der Einfahrt versprechen. Letzteres ist dann auch bitter nötig. Nach einem schönen sonnigen Tag, ist nur wenige Minuten bevor wir an den Pass Eingang kommen die Sonne weg, die Wolken derart groß, dass man an diesem Tag nicht noch mal auf Sonne hoffen kann, und damit auch jegliche Sicht vom Riff verschwunden. Da ist es dann schon gut, dass jemand der den Pass kennt, wie ein Follow-Me Fahrzeug am Flughafen mit dem Dinghy vorrausfährt und wir einfach hinten nach. Ein zweites Dinghy ist auch noch dabei für den Fall, dass uns der Seitenwind droht aufs Riff zu drücken. (Fotos sind vom Pass von innen nach außen und ein Satelliten Foto mit dem Pass ganz links)

Nachdem die Einfahrt gemeistert ist geht es gleich mit all den Seglern vor Ort zum Abendessen auf einer schönen Anhöhe mit toller Aussicht über die Lagune und auf den Sonnenuntergang, von dem wir letztendlich dann trotz Wolken noch etwas sehen.

Wir spazieren über die kleine Insel Tolandona mit ihrem kleinen Fischerdorf.

Auf Tomia besuchen wir ein kleines (3 Zimmer) Resort, das ein Holländer hier aufgebaut hat und erfahren über die Herausforderungen sowie das Glück eines „Aussteigers“.

Auch hier geht es in die Unterwasserwelt und wir erleben hier unseren schönsten Tauchgang im Wakatobi Nationalpark. Eine Fülle an verschiedenen Korallen und Fischen, wir sehen aber auch Wasserschildkröten und Haie bei guter Sichtweite.

Wir waren schon lange nicht mehr wandern. Hier ist es soweit. Wir wollen in die nicht all zu hohen Berge von Tomia. Die Aussicht ist allerdings trotzdem top und so gelagen wir auch an das große TOMIA Zeichen, das oberhalb des größten Ortes weit sichtbar aufgebaut wurde. Nach den 17km merken wir, dass wir es nicht mehr so wirklich gewohnt sind so viel zu gehen.

Da wir die letzten Segler unseres Freundeskreises sind und auch sonst keine Yachten mehr vor Ort, erkunden wir den Pass im Riff für unsere Ausfahrt im Detail mit dem Dinghy. Als wir dann aber früh morgens gleich nach Sonnenaufgang losziehen, ist auch keine Wolke zu sehen, und damit das Riff mit der Sonne im Rücken auch super gut erkennbar. Es bleibt trotzdem eine Sache mit Adrenalinschub da durch zu fahren. Aber dann sind wir bald wieder am offenen Meer und genießen eine gemütliche 30 Stunden Segelei in den Taka Bonerate Nationalpark.